„Von Herzen Schwul"
Irritation liegt in der Luft: Immer wieder ertönt ein Signal aus dem Lautsprecher, die "Zentrale in Basel" gibt dem fiktiven Journalisten Stefan Weh neue Anweisungen. Schülerinnen und Schüler des neunten Jahrgangs der Rosa-Parks-Schule nehmen so an einer ungewöhnlichen Umfrage zum Thema Homophobie teil. Die Meinungen sind vielfältig — und nicht selten kontrovers. Kann man Homosexualität wirklich am Gang einer Person erkennen? Gibt es einen Teststreifen, der nach Kontakt mit der Haut ein valides Ergebnis liefert?
Mit seinem interaktiven Theaterstück "Von Herzen Schwul" schafft es Thomas Wißmann in der Rolle des Journalisten Stefan Weh, diesen Fragen auf den Grund zu gehen und dabei einen sensiblen Bogen zwischen bewusster Provokation und sachlicher Aufklärung zu spannen. Ohne jemanden bloßzustellen, entlarvt er Vorurteile und Desinformationen, die vielen Jugendlichen im Alltag begegnen. Die Schülerinnen und Schüler werden so nicht nur zu Zuschauerinnen und Zuschauern, sondern zu aktiven Beteiligten, die ihre eigenen Haltungen kritisch hinterfragen.
Seit 2010 bringt der Schauspieler, Sänger und Theaterpädagoge Thomas Wißmann das Solotheaterstück "Von Herzen Schwul" auf die Bühne. Mit großer Spielfreude und viel Erfahrung reagiert er souverän auf die Reaktionen seines jungen Publikums und bindet deren Rückmeldungen immer wieder in das Stück ein. Gerade in einer Lebensphase, in der sexuelle Orientierung eine wichtige Rolle spielt, nimmt das Theaterstück einen bedeutenden Platz ein — als Anstoß zum Nachdenken, als Einladung zum Dialog und als klares Signal gegen Homophobie.







